Mittwoch, 6. Februar 2019

Mit Marc Almond in Löbau





Gerade spaziert Marc Almond unter meinem Garderobenfenster durch. Ich mache mal ein Bild...

Im „Haus Schminke", dem berühmten Wohnhaus des gleichnamigen Nudelfabrikanten, erbaut von Hans Scharoun im Jahr 1930, bin ich in diesen Tagen für Deutsche Welle und MDR zugange. „Privatkonzert" bzw. „Nightgrooves" heisst die Reihe, in der sehr unterschiedliche Musiker miteinander im Wohnzimmer musizieren. Bei seiner Fertigstellung muss das Haus wie ein Ufo gewirkt haben, das da im Osten Sachsens gelandet ist. Und heute sind es die Stars, die da untertassengleich im Löbauer Schnee auftauchen und Staunemünder hervorrufen - auch bei mir!

Gestern hatten Stephanie und ich u.a. DJ Ötzi und Kathy Sledge zu Gast, die jüngste der Sledge-Sisters. Als Kind trat sie oft mit den Jackson 5 auf, deren Nesthäkchen bekanntlich Michael war. Zwei hochbegabte Kinder auf Tour. Als Kathy ihre erste eigene Wohnung nahm, war Michael neidisch. Sowas durfte er (noch) nicht. Spannende Anekdoten (werden größtenteils rausgeschnitten, wie das beim TV immer so ist), tolle Musik. Und DJ Ötzi kenne ich seit 20 Jahren aus gefühlt 100 „Hitgiganten" und anderen Fernsehshows, habe mich aber noch nie mit ihm unterhalten. Was für eine ergreifende Lebensgeschichte. Pflegeeltern, obdachlos, alle reden ihm ein, er solle den Ball mal schön flach halten, und dann „Anton", das vor ihm 14 Artisten gesungen hatten, alle geflopt. Und heute? Er zu Kathy Sledge: „Do you know „Hey Baby"? They just played it at the superbowl! „Sure I know it!" - „That‘s me!" Strahlender Stolz. Ich habe mich selten so sehr mit jemandem gefreut wie mit Gerry (DJ heisst eigentlich Gerhard). 
Feierabend war gestern um 1, (danach noch kurz die Highlights des Spiels BVB - Werder gucken), heute gings um 8 weiter. Sport ist gerade nicht, zwei Tage hintereinander. Sowas hasse ich. Was mir Trost gibt: Gleich probe ich mit Marc Almond. Der wohnt in meinem Herzen, seitdem ich in der New-Wave-Bar „Pfefferminz" in der Oldenburger Ritterstrasse versuchte, zu seiner Musik möglichst cool auszusehen. Ich habe mich eben schon kurz mit ihm unterhalten. Sehr klein, zart, freundlich. Distinguierter Näsel-Akzent. Spannend gealtert. Ich habe wegen ihm ganztägig leicht erhöhten Puls. Herrlich. Mal sehen, ob ich mich nachher traue, ihn um ein gemeinsames Selfie zu bitten.
Gestern sah es auf dem Sofa etwa so aus: 

P.S.: Es ist 16:02, wir haben miteinander geprobt, aber ich habe mich noch nicht dazu überwinden können, ihn um ein Selfie zu bitten. Aber meine liebe Managerin Steffi schoss immerhin dies hier: 




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