Samstag, 23. Februar 2019

Post-Vegan

Veganer sein will jeder, schon wegen der edlen ethischen Aspekte. Aber etwas anstrengend ist es denn doch, den Veganismus wirklich ernst zu nehmen. Eine nonchalantere Variante des Veganismus entdeckte meine Frau gestern zufällig in der Essensliste einer Reisegruppe, die in jenem Hotel auslag, in dem wir an diesem Wochenende nächtigen. „Vegan (aber mit Fleisch)" - das ist DER Trend der Zukunft. Post-Veganismus. Viele, ja fast alle, sind bereits Post-Veganer und wissen es noch gar nicht. Den Begriff führe ich hiermit offiziell in die Gastrosophie ein, inspiriert vom Postkasten an der Außenwand des Hotels. 

Die Geburtsstätte der jüngsten Ernährungsrevolution liegt in der Oberpfalz, wo meine Frau derzeit bei einem Chortreffen Einzelstimmbildungen durchführt und ich derweil tiny Theodor über die Jura-Hügel trage. Gestern inspizierten wir zusammen die Schlossruine Velburg, die Hohlloch-Höhle und den Herz-Jesu-Berg. 

Oben auf dem Herz-Jesu-Berg steht eine Kapelle, deren Fassade auch nicht mehr unbefleckt ist. Ja, auch die katholische Kirche ist in Einzelfällen nicht ganz sauber. Schwanger ja, Sex nein. Also Fleisch und vegan - eine Soße. So, jetzt habe ich Hunger. Ich geh‘ mal Happahappa.



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